Verblendung |
habibi unregistriert
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Nachdem nun so viele von Stieg Larssons Büchern geschwärmt hatten, war es für mich Pflicht, mir den Film gestern anzusehen. Kommentar vorweg: ich war enttäuscht.
Die Fakten: Regie: Niels Arden Oplev
Mit: Michael Nyqvist, Noomi Rapace, Lena Endre, Sven-Bertil Taube
Die Schauspieler dürfte hier sowieso niemand kennen, bemerkenswert: die weibliche Hauptdarstellerin Noomi Rapace, die für mich den Film allen getragen hat. Ich zitiere die Handlung aus unserer Tageszeitung: "Ein ungleiches Ermittlerpaar soll den 50 Jahre zurückliegenden Mord an einem Mädchen, Harriet Vanger, aufklären. Dabei trifft Mikael Blomkvist, ein unbestechlicher Journalist Ende vierzig, auf Lisbeth Salander, Göre und Hackerin mit dunkler Vergangenheit und Asperger-Syndrom. Der moralinsaure Drögling Blomqvist verblasst umgehend neben der finsteren Fee – ungeheuer lebensnah verkörpert von Noomi Rapace."
Hier begeht der Journalist einen Fehler, denn der vorgebliche Mord liegt nicht 50, sondern 40 Jahre zurück, 1966. Und das ist auch einer der Punkte, wo für mich das Ganze schon am Anfang unstimmig wird. Warum wartet der alte Onkel der vermissten Harriet so lange, bis er ernsthaft über ihre Verschwinden nachforschen lässt? Nicht nachzuvollziehen für mich.
Zweitens: Warum nimmt er an, dass die gepressten Blumen, die er jedes Jahr zu seinem Geburtstag erhält, von Harriets Mörder kommen? Was sollte der für einen Grund dafür haben? Warum bezieht er nicht zumindest die Möglichkeit ein, dass es - so wie sich das auch am Schluss herausstellt - ein Gruß an ihn von der noch lebenden Nichte ist?
Drittens: Warum lässt er im Zeitalter des DNA-Vergleichs nicht einen solchen von den Blumen anfertigen? Wenn sie von Harriet kommen, sind ganz sicher Spuren von ihr daran. Denn sie WILL ja, dass ihr Onkel von ihrem am-Leben-sein erfährt.
Viertens: Harriet hat ein sehr gutes, väterliches-töchterliches Verhältnis zu ihrem Onkel. Sie weiß, dass ihr Onkel seinen Bruder nicht mag, wie auch den Rest der Familie. Warum geht sie nicht, nachdem sie von ihrem Vater, später ihren Bruder vergewaltigt wurde, zu ihrem Onkel und vertraut sich ihm an. Sie kann damit rechnen, dass er sie gegen seinen Bruder und Neffen schützt und diese entweder ins Gefängnis bringt oder aus dern Schusslinie.
Fünftens: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich in einer, seit Jahrzehnten nicht mehr genutzten Holzhütte am See Internetanschluss befindet?
Sechstens: Wie wahrscheinlich ist es, dass einer in der schwedischen Provinz massenmordernd unterwegs ist und niemand ihm in mehr als 40 Jahren auf die Schliche kommt?
Siebtens: Wie wahrscheinlich ist es, dass Harriet zwar Tagebuch schreibt, das man auch findet, dass sie aber von ihren fortgesetzten Vergewaltigungen durch Vater/Sohn nicht mal eine Andeutung hineinschreibt?
Das ist alles, was mir spontan zu den vielen Merkwürdigkeiten im Film (im Buch sollen es sogar noch mehr sein) einfällt. Wieso dieser Larsson so hochgelobt wird, weiß ich auch nicht. Über solche nicht logischen Punkte könnte ich an die Decke gehen.
Darüberhinaus bin ich im ersten Teil des Filmes bald eingeschlafen. Der Film ist sage und schreibe 152 Minuten lang und 90 Minuten hätten bei der Handlung vollkommen ausgereicht. Was muss man als Zuschauer auf Papier schauen, die man doch nicht lesen kann, was muss man Kolonnen kryptischer Zeichen auf Computerbildschirmen verfolgen oder grübelnde Gesichter minutenlang?
Außerdem finde ich den Titel völlig falsch gewählt. Ich finde in dem ganzen Film nichts, womit er sich erklären ließe.
Die religiöse Überblendung wird auch nicht wirklich klar.
Ich habe den Eindruck, dass Larsson meinte, es reiche, mit grausamen Szenen zu schocken und die Anzahl der Opfer hoch genug zu machen, damit der Leser das Buch gut genug findet.
Ich für mich kann nur sagen, dass ich auch weiterhin kein Buch von Stieg Larsson lesen werde. Und von dem Film rate ich allen ab, für die eine gute Krimihandlung auch in ihrem logischen Aufbau nachvollziehbar sein muss. Wer schockierende Gewaltszenen liebt, für den könnte er allerdings was sein.
Enttäuschte Grüße von habibi
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03.10.2009 10:33 |
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Wolf P
MuLiMod
  

Dabei seit: 06.10.2005
Beiträge: 1.197
Herkunft: Mülheim/Ruhr im Kohlenpott
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| Zitat: |
Original von habibi
Nachdem nun so viele von Stieg Larssons Büchern geschwärmt hatten, war es für mich Pflicht, mir den Film gestern anzusehen. |
Hi Habibi,
den Film habe ich nicht gesehen, die Bücher gelesen schon. Vom Film auf das Buch zu schließen, wäre ein Fehler.
Nicht alles, was viele Leser findet, ist per se "&%&$§.
Die Bücher von Larsson waren für mich extrem spannend, recht schlüssig und ich konnte alle drei in einem Rutsch lesen, was mir bei wenigen Autoren gelingt.
Und in den Büchern geht es klar nicht primär darum, durch extreme Gewaltszenen Leserr zu fangen.
Noch einmal: Was der Film aus dem Stoff gemacht hat, weiß ich nicht, die Bücher fand ich sehr unterhaltend, anspruchsvollerer Krimistoff.
Herzlichst
Wolf P.
__________________ "HORTZ FUR DEHN STEKEHN WEST
HORTZ ZI WEHR DÜNT DA HERTZ."
Christian Vander from MAGMA in "Mekanik Destruktiw Kommandöh"
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03.10.2009 12:16 |
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habibi unregistriert
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Hallo Wolf,
das hier "Im Grunde werden dort die Schwächen der Vorlage verstärkt. Der Autor hatte keinen erzählerischen Umweg gescheut, eine krude Konstruktion zu kaschieren"
hört sich für mich aber ganz anders an....
LG Habibi
Und im übrigen wäre ich dir dankbar, wenn du auf die ein oder andere Frage von mir eine Antwort hättest....
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03.10.2009 12:25 |
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Horst Dieter
…
    

Dabei seit: 06.10.2005
Beiträge: 11.927
Herkunft: keine Ahnung :-)
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| Zitat: |
Original von habibi
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das hier "Im Grunde werden dort die Schwächen der Vorlage verstärkt. Der Autor hatte keinen erzählerischen Umweg gescheut, eine krude Konstruktion zu kaschieren"
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Quellenangaben sind immer hilfreich
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03.10.2009 13:01 |
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habibi unregistriert
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Sorry, stand in der Kritik unserer Tageszeitung, dem "Schwäbischen Tagblatt".
LG Habibi
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03.10.2009 13:22 |
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Wolf P
MuLiMod
  

Dabei seit: 06.10.2005
Beiträge: 1.197
Herkunft: Mülheim/Ruhr im Kohlenpott
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| Zitat: |
Original von habibi
Und im übrigen wäre ich dir dankbar, wenn du auf die ein oder andere Frage von mir eine Antwort hättest....
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Hi Habibi,
der Film scheint sich vom Buch sehr zu entfernen. Hier ist das Familiengeflecht in dem sich Harriet befindet, sehr gut dargestellt. Es ist auch vielschichtiger als es im Film zu sein scheint.
Wenn du nach dem Internet-Anschluss in einer einsamen Waldhütte fragst, muss ich fragen: Welche einsame Waldhütte? Etwa die, wo Blomqvist sich zurückzieht, um vermeintlich die Familienchronik der Vangers zu schreiben? Die liegt im Buch nicht einsam, sondern in unmittelbarer Nähe der Häuser der anderen Familienmitglieder.
Harriet Vanger WILL im Buch NICHT gefunden werden.
Der Mörder lässt Frauen verschwinden, die niemand vermisst. Das ist soooo konstruiert nicht.
Auch deine anderen Fragen sind im Buch beantwortet, da ich aber den Film nicht kennen, weiß ich nicht, wo und wie die Story gekappt wurde. Ist die Geschichte mit Salanders Vater bereits angelegt? Wie wird die Affäre Vanger verarbeitet? Wir Blomqvists Zwangslage erklärt, die ihn dazu verleitet, sich auf die Geschichte mit Vanger einzulassen? Wie wird das aufgelöst?
Wie ich bereits schrieb: Ich fand's lesenswert.
Als Ergänzung zitiere ich noch einmal Toms Rezension, die im Forum zu finden ist:
"Mikael Blomquist, Wirtschaftsjournalist und Herausgeber des aufmüpfigen Magazins "Millenium", ist selbst in die Schlagzeilen geraten, weil sich die Story, die er über einen vermeintlich zwielichtigen Unternehmer veröffentlicht hat, als inhaltlich falsch herausgestellt hat. Blomquist, den seine Kritiker gerne - wen wundert's? - "Kalle Blomquist" nennen, wird zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt und muss die Tätigkeit für das eigene Magazin einstellen. Kurz darauf bietet ihm der zweiundachtzig Jahre alte Großindustrielle Henrik Vanger einen Job an - Blomquist soll möglichst diskret das Verschwinden seiner Lieblingsnichte Harriet untersuchen, sechsunddreißig Jahre nach dem Geschehen. Als vermeintlicher Biograph Vangers zieht Blomquist auf dessen Herrensitz und macht sich an die Arbeit, obwohl er nicht daran glaubt, neue Spuren im längst vergessenen Fall finden zu können. Der Journalist lernt die seltsame, teilweise zerstrittene Familie des Konzerninhabers kennen, und die Machtkämpfe um das Firmenimperium, das seinerseits bedroht ist. Und tatsächlich kommt ihm nach und nach der Verdacht, dass hinter dem Fall mehr steckt, als sich zunächst anzudeuten schien. Als die eigenwillige und eigenbrötlerische Privatermittlerin Lisbeth Salander auf den Plan tritt, eröffnet sich die Chance, den Geheimnis näherzukommen. Doch irgendwer aus Vangers Familie sabotiert die Untersuchungen.
Der Roman beginnt gemächlich und baut seine Figuren sorgsam auf, aber das Buch ist auch kein "Thriller", wie der Verlag weiszumachen versucht, sondern ein solider, etwa ab der Mitte auch sehr spannender, ziemlich intelligent gemachter Kriminalroman in bester Mankell-Tradition. Larsson beleuchtet die Strukturen der schwedischen Wirtschaft, die sich vermutlich ziemlich problemlos auf das gesamte Europa adaptieren lassen, und konstruiert eine pfiffige, reichlich verstrickte Handlungsstruktur, die dann allerdings zu einem etwas überzogenen Ende führt. Der Autor heroisiert seine Figuren (und die Firma Apple, dies nur am Rande), malt hier und da etwas zu plakativ schwarz-weiß, und bei manch einer Entwicklung nötigt er dem Leser ziemlich viel guten Willen ab. Aber das ändert nichts daran, dass "Verblendung" ein fesselnd geschriebener, sehr gut aufgebauter Roman ist, der große Lust auf die beiden Fortsetzungen macht.
Der schwedische Autor Stieg Larsson ist im Jahr 2004 gestorben, die Krimi-Trilogie um das Pärchen Blomquist/Salander, die mit "Verblendung" beginnt, stellt quasi sein Vermächtnis dar."
Herzlichst
Wolf P.
__________________ "HORTZ FUR DEHN STEKEHN WEST
HORTZ ZI WEHR DÜNT DA HERTZ."
Christian Vander from MAGMA in "Mekanik Destruktiw Kommandöh"
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03.10.2009 17:58 |
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habibi unregistriert
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| Zitat: |
Original von Wolf P
Wenn du nach dem Internet-Anschluss in einer einsamen Waldhütte fragst, muss ich fragen: Welche einsame Waldhütte? Etwa die, wo Blomqvist sich zurückzieht, um vermeintlich die Familienchronik der Vangers zu schreiben? Die liegt im Buch nicht einsam, sondern in unmittelbarer Nähe der Häuser der anderen Familienmitglieder. |
Nein, im Film liegt die Hütte weitab, am See. Und selbst, wenn es im Haupthaus Internet gäbe, warum sollte man das in eine Hütte legen, die sowieso schon seit Jahrzehnten nicht benutzt wird?
| Zitat: |
| Harriet Vanger WILL im Buch NICHT gefunden werden. |
Das schon, aber sie hat im Film, als sie zum Schluss zusammen mit Blomquist, der sie in Australien aufgespürt und mit zurückgebracht hat, ihrem Onkel entgegentritt, gesagt, dass sie die Blumen geschickt hat, um ihn - den Onkel - wissen zu lassen, dass sie lebt und dass es ihr gut geht. Und da frage ich mich doch, wieso bezieht der Onkel nicht wenigstens diese Möglichkeit ein, sondern behauptet von Anfang an, jemand habe sie umgebracht, vermutlich sogar jemand aus der eigenen Familie?
| Zitat: |
| Der Mörder lässt Frauen verschwinden, die niemand vermisst. Das ist soooo konstruiert nicht |
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Den Fotografien der Opfer, die zum Schluss gezeigt werden, nach zu urteilen, handelt es sich hier um ca. 70 Opfer über 4- 5 Jahrzehnte verteilt. Und da kommt niemand (über Ähnlichkeiten der Fälle etc.) auf einen Verdächtigen? Sind die schwedischen Ermittler so blöd oder was? Noch nie was von DNA-Abgleichen in einer Zentraldatei gehört?
| Zitat: |
| Ist die Geschichte mit Salanders Vater bereits angelegt? |
Man sieht mehrmals, wie sie ihn als Kind mit Benzin übergießt und anzündet. Es ist zu vermuten, dass er sie missbraucht hat und dass sie wegen des Mordes in der Psychiatrie gelandet ist und deshalb auch noch mit 24 Jahren einen Vormund braucht. (Ebenfalls für mich schwer nachzuvollziehen, wieso das so sein sollte. Schließlich ist sie das Opfer!)
| Zitat: |
| Wie wird die Affäre Vanger verarbeitet? Wir Blomqvists Zwangslage erklärt, die ihn dazu verleitet, sich auf die Geschichte mit Vanger einzulassen? Wie wird das aufgelöst? |
Blomquist übernimmt den Auftrag, weil er noch ein halbes Jahr bis zum Antritt seiner Gefängnisstrafe hat und bei der Zeitung gekündigt hat. Wahrscheinlich braucht er das Geld und hat die Zeit, sich damit zu befassen. Außerdem kennt er Harriet von früher. Von Zwangslage habe ich nichts bemerkt.
LG Habibi
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03.10.2009 19:04 |
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habibi unregistriert
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| Zitat: |
Original von Anja
[QUOTE]An grausame Szenen kann ich mich eigentlich überhaupt nicht erinnern |
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Die Vergewaltigung der Lisbeth durch ihren Vormund war sehr krass gefilmt. Ebenso ihre Rache. Auch die Tatortfotos der verstümmelten Leichen und die Beschreibungen der Tötungen fand ich schon heftig.
LG Habibi
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03.10.2009 19:07 |
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Anja

Sprachkünstler

Dabei seit: 31.01.2006
Beiträge: 2.460
Herkunft: Österreich
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Hallo Habibi,
es kann sogar sein, dass diese Szenen für einen Film viel hergeben. Im Buch habe ich sie allerdings nicht als grausam in Erinnerung. Es wird eher neutral geschildert. Der Autor selber hatte es zumindest nicht darauf abgesehen, möglichst effektheischerisch grausame Szenen zu schreiben. Insofern würde ich Dir fast zum Vergleich das Buch empfehlen
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Liebe Grüße
Anja
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04.10.2009 12:45 |
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Damian
Jubiläumsreimer
  

Dabei seit: 22.05.2009
Beiträge: 60
Herkunft: BaWü
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| Zitat: |
| Insofern würde ich Dir fast zum Vergleich das Buch empfehlen |
Jopp, da kann ich mich nur anschließen. Von Filmen auf Bücher kann man NIE schließen, vor allem nicht, wenn sie einer solch komplexen Geschichte zugrunde liegen. Wie Wolf P habe auch ich alle drei Stieg-Larrson-Bücher in einem Rutsch durchgelesen, was ich bisher noch kein einziges Mal geschafft habe - die Übersättigung tritt ansonsten sehr schnell in Kraft. Larsson kann aber so toll, so packend erzählen, eben ohne sonderlich effekthascherisch oder gewollt blutrünstig zu werden, dass er seinen Erfolg absolut verdient hat (selbst wenn er ihn nicht mehr miterleben durfte).
Den Film werde ich mir nichtsdestotrotz oder gerade deswegen im Kino anschauen, zahlreiche gute Kritiken hat der ja auch bekommen (da gehört er zu einer der wenigen Literaturverfilmungen).
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05.10.2009 17:36 |
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Petra

Kultautor

Dabei seit: 13.10.2005
Beiträge: 1.083
Herkunft: Frechen
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Ich habe "Verblendung" dieser Tage auf DVD gesehen und freue mich - nach diesem Thread - umso mehr auf das Buch/die Bücher! Wenn mir der Film schon nicht gefallen hätte (der allerdings einige krasse Szenen enthält, das stimmt wohl!), hätte ich mir die Bücher nicht zugelegt. Wenn die Romane besser sind als die Verfilmungen:
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29.07.2010 12:25 |
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