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Legende  [ editieren ] 07.04.2008 17:14 von: Michael Höfler
Erzählung, die der religiösen Erbauung dient, in Vers und Prosa Ereignisse religiöser Erweckung oder das Schicksal gläubiger oder heiliger Menschen thematisiert. Als Beispiele mögen Passagen aus dem Annolied und der Kaiserchronik (Mitte des 12. Jahrhunderts) herhalten, mit aktuelleren Beispielen wird es schwerer, da die Legende etwas aus der Mode gekommen ist.

Lektor  [ editieren ] 31.07.2007 20:24 von: Iris Kammerer
"Lektor" heißt "Leser".

Im Verlag arbeiten Lektoren heutzutage als eine Art Produktmanager, die die Entstehung eines Buches oft von der ersten Idee bis über die Auslieferung hinaus betreuen.
Lektoren
  • begutachten eingereichte Manuskripte auf ihre Tauglichkeit für das Verlagsprogramm,
  • schlagen solche Projekte in Programmkonferenzen für die Übernahme ins Verlagsprogramm vor (die Entscheidung obliegt in vielen Verlagen der Programmkonferenz),
  • leiten die redaktionelle Aufbereitung von Manuskripten (Lektorat) in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Autor,
  • koordinieren Maßnahmen zu Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der ihnen anvertrauten Autoren und Projekte,
  • betreuen die ihnen zugeteilten Autoren auch unabhängig von Buchprojekten.

Voraussetzung für den Beruf eines Lektors ist meist ein abgeschlossenes geisteswissenschaftliches Studium (i.d.R. Literatur- und Sprachwissenschaften, aber auch Geschichte und Kulturwissenschaften) und Praktika im Verlagswesen. Fachlektoren in wissenschaftlichen Verlagen haben häufig ein entsprechendes Fachstudium absolviert.

Verlagslektoren prägen das Programm ihres Verlages trotz aller Programmvorgaben, wobei sie die Freiräume, die ihnen die Vorgaben bieten, für ihre Vorlieben nutzen.
Da die redaktionelle Arbeit an Manuskripten Vertrauenssache ist, können persönliche Bindungen zwischen Lektoren und Autoren sehr eng werden. Der Lektor wird gelegentlich zum "Rundumbetreuer" für den Autor und zum Vermittler zwischen diesem und dem "Verlagsapparat". Wechselt ein solcher Lektor den Verlag, folgen ihm "seine" Autoren gelegentlich.

Im Zuge von Personaleinsparungen auch in den Verlagen und Programmausweitungen kann die redaktionelle Arbeit an Manuskripten nicht mehr von den Verlagslektoren vermehrt nach außen vergeben werden (Außenlektorat). Diese Aufgabe übernehmen zunehmend freie Lektoren auf freiberuflicher Basis.

Weiterführende Links:

Lesen  [ editieren ] 13.07.2007 14:33 von: Michael Höfler
Wahrnehmung und eines Textes mithilfe der Augen und seine kognitive Verarbeitung. Die Lesegewohnheiten sind so vielfältig wie die Bücher, die geschrieben werden. Viele brauchen Ruhe um zu lesen, während andere sich durch Lesen vom Lärm in ihrer Umbgebung ablenken können. Sprachpsychologen haben festgestellt, dass geübte Leser nur drei bis vier Blicke benötigen, um eine gelesene Zeile zu erfassen. Danach wird der gelesene Satz in elementare Bestandteile zerlegt (Parsing). Dabei spielen sowohl Syntax wie Semantik eine große Rolle. Diese Prozesse laufen völlig unbewusst ab und können daher wenig zur Erklärung beitragen, was die Fasziniation des Lesens ausmacht.

Lesung  [ editieren ] 01.08.2007 20:08 von: Michael Höfler
In einer Lesung werden einer oder mehrere prosaische oder lyrische Texte gelesen, zumindest Teile daraus. Bei Sachtexten spricht man eher von Vorlesung. Kennzeichnend für Lesungen ist, dass ein Text original so gelesen wird, wie er publiziert wurde oder publiziert werden soll. Der Wortlaut des Geschriebenen steht im Vordergrund und wird durch keinerlei schauspielerische Elemente oder andere Medien überlagert. Im Gegensatz zur Lesung verschwimmen beim Poetry Slam Text und Posen zu einer Gesamtheit.

Dieser Eintrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 11.08.2007 19:47 von: Horst Dieter

Literaturagentur  [ editieren ] 13.07.2007 14:06 von: Michael Höfler
Eine Literaturagentur vermittelt Manuskripte von Autoren an Verlage. Fast alle Neuerscheinungen von Publikumsverlagen werden diesen über Agenturen angeboten. Agenturen beschränkten sich auf bestimmte Genres von Büchern. Seriöse Agenturen arbeiten i.d.R. auf Provisions-, nicht auf Honorarbasis. Sie erhalten also nur einen bestimmten Prozentsatz (z.B. 15%) der Einnahmen des Autors. Damit haben sie ein Interesse daran, nur Manuskripte anzunehmen, die Chancen haben von einem großen Verlag genommen und gut verkauft zu werden.

Weiterführende Links:


Dieser Eintrag wurde 4 mal editiert. Zuletzt am 12.08.2007 08:22 von: Michael Höfler

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