Kurze, eher schnörkellose Erzählung, die, auf eine Pointe zusteuernd, Erhellendes zur Charakterisierung einer historischen Persönlichkeit, einer Epoche, einer Geisteshaltung oder auch einer gesellschaftlichen Gruppe liefert. Dabei geht es nicht so sehr um die Wirklichkeit, eher um die historische Möglichkeit der geschilderten Episode. Wenn also eine Anekdote sich mit Beethovens Taubheit beschäftigt, ist es nicht wichtig, ob sich die Episode so wirklich zugetragen hat, sondern es geht eher darum, Beethoven als einen Menschen zu schildern, der trotz seines deutlich eingeschränkten Hörvermögens noch in der Lage war, solche Musik zu komponieren.
Als Anthologie bezeichnet man eine in Buchform veröffentlichte Textsammlung. Es gibt lyrische Anthologien (Gedichtesammlungen) und Prosa-Anthologien, die zumeist aus Kurzgeschichten bestehen. Hierbei wird zwischen thematischen Anthologien verschiedener Autoren und Textsammlungen eines einzelnen Autors unterschieden, wobei es auch Mischformen gibt. Texte in (mono-)thematischen Anthologien widmen entweder einem gemeinsamen Thema (Liebe, Verbrechen, Erotik, Horror usw.) oder/und richten sich an eine bestimmte Zielgruppe (Ferienlesebuch, Kindergeschichten). Anthologien erreichen im Vergleich zu Romanen deutlich weniger Leser.
Man spricht auch vom allwissenden Erzähler. Er kann in die Köpfe aller Personen blicken. Die Distanz der Charaktere zum Leser ist groß, was ihn weniger für Kurzgeschichten und Romane geeignet erscheinen lässt, die eine Nähe der Leser zu den Charakteren erfordern.
Als Ausstattung eines Buches bezeichnet man alles, was ein Buch als Produkt ausmacht, also die Wahl der Bindung (Hardcover, Taschenbuch/Paperback), Cover, Titelage, Papierauswahl, Satz/Layout, Klappen- und Werbetexte. In der Regel entscheidet der Verlag weitgehend unabhängig vom Autor (zuweilen aber in Rücksprache) über die Ausstattung des Buches, derlei geschieht zumeist in Programmkonferenzen und nachfolgenden Besprechungen.